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Versus "Different Twilight Places"
Geschrieben von: Marco Meier    Sonntag, den 05. Juli 2009 um 09:58 Uhr    PDF Drucken E-Mail
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Im Jahre 2001 gründen die ehemaligen Schulkameraden Steffen, Daniel und André zusammen mit Sandro Versus. Angetrieben von diversen musikalischen Vorlieben hat man sich auf den Namen Versus entschieden. Nachdem ein Proberaum eingerichtet und notwendiges Equipment gekauft wurde, beginnt man neues Land zu betreten. Ganze vier Monate haben Versus Zeit um Songs für den ersten Auftritt zu komponieren. Am 25. Mai 2002 ist es dann soweit: Versus supporten ihre Ziehväter Days Of Fate und legen zudem noch den ersten Silberling namens „Everythinig Is New In May“ an den hauseigenen Merch-Stand.
Bei diversen Konzerten (unter anderem mit Nik Page, Heavy Current oder auch Head-Less) merkte die Band schnell, dass der eingeschlagene Weg bis dahin der Richtige gewesen ist. Vom seichtem Pop ihrer ersten CD „Everything Is New In May“ (2002) über die härteren Klänge von „This World (Is Not Yours)“ (2003) fand die Band den Weg zu bewusster stilistischer Vielfältigkeit, was bereits mit der CD-R-EP „The Monestire Files“ eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden konnte. So veröffentlichten Versus diese EP unmittelbar im Anschluss an den ersten Banderfolg, dem zweiten Platz beim Sonic Seducer Battle Of The Bands 2003/2004 und zeigten in ihren Mixen auch ungewohnt technoide Einflüsse.
Versus ist eine aus Monestirea stammende Formation, welche nach allen bisherigen Umbesetzungen aus André Steinigen, Markus Krech und Sandro Hermann besteht. Nach einer langen Schaffensphase und der Zusammenstellung einer Vorauswahl an Songs entschloss sich die Band im Jahre 2007 zur Arbeit an einem neuen Album, welches zugleich die erste offizielle Veröffentlichung von Versus darstellen sollte. Schon als man sich von November 2007 bis März 2008 in den bandeigenen Classroom-Studios damit beschäftigte, die fünfzehn ausgewählten Tracks vorzubereiten, wusste die Band bereits, dass man mit dem kommenden Album in punkto Vielfältigkeit noch einige Schritte weiter gehen würde als bisher. Dies war letztlich nicht nur Maßgabe, sondern auch Willen und Verpflichtung sich und der eigenen musikalischen Einstellung gegenüber.
Ihr vorrangiges Ziel, ein abwechslungsreiches und vielfältiges Album zu erschaffen, scheint gelungen. Viele musikalische Stile werden auf „Different Twilight Places“ vereint, speziell Elekro, Punk, Pop und auch ein wenig Hip Hop, um nur einige zu nennen. Versus begehen auf ihrem aktuellen Album eigene Pfade voller Überraschungen. Jeder Track verbirgt versteckte Einzelheiten, die nach mehrmaligem Hören entdeckt werden müssen. Mir fällt es nicht einfach, das Geniale an Versus auf den Punkt zu bringen.
Ist es die extravagante Mischung musikalischer Ergüsse? Oder die gelungenen und abwechslungsreichen Kompositionen mit dem Aspekt Kunst verbunden? Oder vielmehr eine homogene Mischung beider Vermutungen? Ich tippe auf die letzte Annahme, die das Spezielle an Versus ausmacht. Beim Hören von „Different Twilight Places“ habe ich das Gefühl, das Versus zu hundertprozentig Versus sind, was heutzutage in der fast nur noch erfolgsorientierten Musikszene absolut nicht mehr selbstverständlich ist.
„Different Twilight Places“ ist eine Abenteuerreise durch verschiedenste Gefühlszustände. Die Reise durch spannende, elektronische Klanglandschaften hat mir Spass gemacht und ist es absolut wert, von euch Leserinnen und Leser entdeckt zu werden. Macht euch auf der Homepage unbedingt über die Ausnahmeerscheinung Versus schlau!