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Mechanical Cabaret "Damaged Goods" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Ingo Möller   
Dienstag, 24. März 2009
mechanicalcabaret-damaged-goods.jpgRoi Robertson ist endlich mit dem dritten Album seines Projektes Mechanical Cabaret zurück. Nachdem der sympathsche Brite im Jahr 2006 mit seinem Album "Product For Your Insecurity" bereits für mächtig viel postives Aufsehen in der Elektroszene sorgte und auch im Rahmen der damaligen "elektrisch!" Tour viel Lob und neue Fans für sich verbuchen konnte, erscheint nun "Damaged Goods" das musikalische Ergebnis von über einem Jahr Arbeit bei Major Records.
Und das erste offizielle Album-Release mit neuem Label im Rücken kann sich wirklich sehen lassen. Auf "Damaged Goods" präsentiert Mechanical Cabaret zehn Tracks, die von ihrer Art her irgendwo zwischen Elektro, EBM, ansatzweisem Industrial und Clash- und Punkelementen zu begeistern wissen. Roi Robertson hatte schon immer eine Vorliebe für das Außergewöhnliche, das Verschrobene und lag mit seinen Songs von je her neben der Norm. Und eben dieses musikalische Anspruchsdenken - nämlich anders zu sein als die große breite kommerzielle Masse - war in der Vergangenheit stets ein Garant für hochwertige und belebend innovativ andere Songs...und ist es auch dieses Mal!
"Damaged Goods" frisst sich in Kopf und Ohr wie die Raupe Nimmersatt durch Blätter und Obst. Und je öfter man die neuen Mechanical Cabaret Titel hört, umso intensiver geht man in ihnen auf. Und wenn man meint, alle Effekte, versteckten Sounds und Melodien erkannt zu haben, dann offenbart fast ein jeder Track doch noch immer wieder neue verborgene Schätze.
Zeitgleich mit dem Album, das es in digitaler und pysischer Form mit einem wunderbaren Artwork und informativen Booklet zu kaufen gibt, erscheint mit "GBH" auch eine begleitende digitale Single. Knallende Beats, schräge Effekte und jede Menge Power weisst dieser Titel auf und ist somit die optimale Einstimmung auf das komplette Werk. Aber auch Songs wie das selbst offenbarende "My Sex Life" oder das den Schönheitswahn der Gegenwart intensiv kritisierende "Pretty Fucked Up" sind potentielle Hits. Und mit "Only Ever Now" gibt es dann auch noch eine wunderbar verschrobene Ballade, die musikalisch mit Akkordeonklängen ergänzt wird und irgendwie eine Stimmung wie bei Nick Cave Songs aufkommen lässt. Mit "Damaged Goods" veröffentlicht Major Records zum einen das wohl stärkste Mechanical Cabaret Album aller Zeiten.

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